Team aus Designern und Dekorateuren
Efteling verfügt momentan über eine eigene Abteilung für Design & Development. Ein Team aus Designern entwickelt, gestaltet und wahrt das Efteling Gesamtkonzept, entwirft die Erlebniskonzepte und die daraus resultierenden Produkte. Wie der Park und die Landschaft ausgestattet, welche Attraktionen und Unterkünfte entwickelt werden, die Gaststätten – alles muss in den wiedererkennbaren Rahmen der Efteling Identität passen. Die Welt von Efteling wird zuallererst von ihrem Inhalt - was ist es? - bestimmt und danach von ihrer Form - wie sieht es aus?
Wir suchen dabei neue (Produkt-)Formen und Techniken und setzen bestehende Formen und Techniken auf ausgefallene Weise ein. Anschließend machen sich Mitarbeiter der Abteilungen Bau & Malerei, Dekoration & Design sowie Elektronik an die Arbeit, um den Entwurf in die Tat umzusetzen. Dabei lautet unser ultimatives Ziel: Unsere Gäste sollen überrascht sein!
Anton Pieck
Anton Pieck ist ohne Zweifel der bekannteste niederländische Illustrator des 20. Jahrhunderts. In seinem romantischen Stil mit hohem Wiedererkennungswert zeichnete er das alltägliche Leben. Zehntausende von Zeichnungen, Aquarellen, Gemälden, Radierungen und Holzschnitten aus seiner Hand zeugen von einem enormen Arbeitseifer und hoher Motivation.
Ein ungewöhnliches künstlerisches Talent
Anton Pieck wurde 1895 in Den Helder geboren. Sowohl er selbst als auch sein Zwillingsbruder konnten auffallend gut zeichnen. Schon im Alter von elf Jahren gewann Anton Pieck mit einem Aquarell eines Stilllebens den ersten Preis bei einer "Huisvlijt-Ausstellung" (einer Ausstellung über Handarbeiten). Der Preis: fünf Tuben Farbe und eine Fixierspritze. Beide Brüder absolvierten eine weiterführende Ausbildung im Zeichnen und Malen mit den Schwerpunkten Perspektivenlehre, Anatomie und Grundlagen der Kunstgeschichte. Mit 17 Jahren feierten sie ihren Abschluss. Antons Bruder Henri studierte an der Akademie für Bildende Künste von Amsterdam, er selbst wurde Zeichenlehrer – eine tragische Fehleinschätzung in Anbetracht seines künstlerischen Talents. ER bildete sich fortwährend weiter, bevor er 1920 eine feste Stelle als Lehrer am Kennemer Gymnasium in Overveen antrat, wo er bis zu seinem Ruhestand arbeitete.
Anton Pieck und Efteling
Anfang der 1950er Jahre wurde Anton Pieck gebeten, an der Gründung eines Märchenparks mit Spielplatz mitzuwirken. Zu dieser Zeit hatte er sich bereits einen Namen als Illustrator bekannter Märchenbücher – etwa der Gebrüder Grimm und der Märchen aus 1001 Nacht – gemacht. Sein kreativer Geist besiegelte den überwältigenden Erfolg des ersten richtigen Themenparks der Niederlande, des Märchenparks „Efteling“ in Kaatsheuvel. Bis 1974 entwarf er weiterhin für Efteling. Auch dank Anton Pieck ist Efteling zu einem nationalen Denkmal der niederländischen Freizeitkultur geworden. Ein Ort, an dem sich Generationen begegnen, die – trotz ihrer Unterschiede – das gleiche Gefühl von Nostalgie und Romantik miteinander vereint. Am 25. November 1987 starb Anton Pieck im Alter von 92 Jahren in Overveen. Auf seinem Zeichenbrett fand man eine in Arbeit befindliche Zeichnung. Efteling hält das Erbe Anton Piecks in Ehren. Die Farben Eftelings stammen noch immer von seiner Palette.
Ton van de Ven
Nach einem Studium an der Akademie für Industrie-Design in Eindhoven trat Ton van de Ven (geb. 1944) 1965 in den Dienst von Efteling. Er begann seine Laufbahn als Designer in der Abteilung Entwicklung & Entwurf, der Abteilung, deren Kreativdirektor er letztlich – im Jahre 1989 – wurde.
Ton van de Ven war ein wirklich kreativer Geist. Er konnte sich in kurzer Zeit die spezifische „Federführung“ Anton Piecks zu eigen machen und vollkommen eigene Kreationen beisteuern. Van der Ven besaß außerdem die Fähigkeit, konzeptionell zu denken. Sein schriftstellerisches Talent und sein technisches Verständnis brachten Efteling viele neue Attraktionen. Das Spukschloss „Spookslot“, die Schiffschaukel „Halve Maen“, der schwebende Tempel „Pagode“, die „Fata Morgana“, das verfluchte Haus „Villa Volta“, „Droomvlucht“, das Haus der fünf Sinne und das „Volk van Laaf“ sind seiner Kreativität zu verdanken! Darüber hinaus schuf er die Grundlagen für das Efteling-Theater.
Ton van de Vens Beitrag zur einzigartigen märchenhaften Identität und Popularität von Efteling ist von unschätzbarem Wert. Seit 2003 ist Van der Ven im Vorruhestand.